Ein Einstieg in die Welt von Virtual & Augmented Reality

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Um einen Einblick in die Welt von Augmented & Virtual Reality zu bekommen, haben wir uns bei nexxoo zusammengesetzt, um ein Intro ins Thema zu erstellen. Denn immer wieder kommt es vor, dass der Unterschied zwischen beiden Techniken unklar ist und ebenso die Anwendungsmöglichkeiten kaum bekannt sind.

 

Augmented Reality (AR) sozusagen die „erweiterte Realität“ beschreibt die computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung. Eingeblendete Informationen können alle menschlichen Sinnesmodalitäten ansprechen. Häufig wird jedoch unter erweiterter Realität nur die visuelle Darstellung von Informationen verstanden, also die Ergänzung von Bildern oder Videos mit computergenerierten Zusatzinformationen oder virtuellen Objekten mittels Einblendung/Überlagerung. AR funktioniert in Kombination mit einer Hardware-Device und benötigt eine Kamera für die Aufnahme der Realität. Hinzu kommen ein Prozessor zur Berechnung der Eingabe und Ausgabe, Sensoren zur Orientierung, Software (App) für Logik und Inhalte, Display zur Darstellung der AR, wie auch GPS-Funktion und Marker- und Trackingtechnik.
AR wird bereits in der Logistik, Automobil-Präsentationen, Möbelverkauf, Handel- und Entertainment angewendet u.v.a. In der Regel geschieht AR über Endgeräte wie Tablets, Smartphone oder AR-Glasses.

 

Virtual Reality (VR) bezeichnet die Darstellung und gleichzeitige Wahrnehmung einer virtuellen, interaktiven Welt, die computergeneriert ist oder aber unterstützt die immersive Darstellung von 360° Fotografien. Virtuelle Realität simuliert die Anwesenheit in einer geschaffenen, nicht realen Welt und wird durch Immersion vertieft, dem Eintauchen in diese Welt. Das Empfinden wird durch neueste Technik, insbesondere durch visuell unterstützende Computerhardware unterstützt. Dazu zählen größtenteils Bildleinwände, VR-Brillen und Head-Mounted-Displays. Um einen räumlichen Eindruck zu erzeugen, werden zwei Bilder aus unterschiedlichen Perspektiven erzeugt und dargestellt (Stereoprojektion).
Weitere mit der Technik gekoppelte Eingabegeräte können auch haptische und sensorische Sinneseindrücke vermitteln, z. B. durch Vibration. Die Software-Programme für VR-Darstellungen müssen komplexe drei-dimensionale Welten in Echtzeit, d. h. mit mindestens 25 Bildern pro Sekunde berechnen können. Die Anwendungsbereiche von VR sind vielfältig, z. B. in der Flugsimulation, Visualisierungen in der Architektur, Gaming, Edutainment, virtuelle Rehabilitation.
Unterschied AR /VR
Es gibt wesentliche Unterschiede zwischen AR und VR.
AR bereichert die reale Welt mit Zusatzinformationen, es wird also die reale und virtuelle Welt miteinander vermischt. Entwickler können Inhalte für Anwendungen kreieren, die über die reale Umgebung gespielt werden. User können so mit virtuellen Inhalten in der realen Welt interagieren und unterscheiden.
VR hingegen kreiert eine neue, virtuelle Realität in der man als User interagieren kann. VR sollte so gestaltet sein, dass es für User schwierig ist, zu beurteilen was real und was virtuell ist.
Beide Realitäten, AR und VR, werden durch digitale Endgeräte unterstützt, jedoch ist bei AR ein Endgerät ausreichend, das ein Display und eine Kamerafunktion aufweist und nicht wie bei VR, ein Gerät benötigt wird, welches das gesamte Sichtfeld des Users abschließt.
Die Intensität des AR-oder VR-Erlebnisses ist abhängig von der Komplexität des Inhalts und der Umsetzung.

 

 

Augmented- und Virtual Reality Kampagnen
Wie bereits aus der obigen Intro-Auflistung hervorgeht, ist die Bandbreite für die Anwendungen von AR und VR sehr groß, und erstreckt sich auf weitaus mehr Bereiche als bereits angegeben.
Für Digitalagenturen bietet es sich an, die Bereiche Entertainment, Events, Sales- und Marketing für diese Kampagnen anzuzielen. Kampagnen die AR-und VR-Erlebnisse schaffen sind heutzutage noch einzigartig und können einen enormen Mehrwert liefern, wenn es um Image-Aufbau, Marken-Aufbau und gesteigerte Visibility geht. Auch neue Zielgruppen lassen sich durch neuartige, digitale Kampagnen erschließen.
Für Unternehmen stellt sich regelmäßig die Frage: wie kriegen wir Besucher an unseren Stand? Eine Frage die sich vom Thema Messestand auch auf Geschäftsräume, Einkaufshäuser oder andere Orte mit viel Personen-Traffic beziehen lässt. Hinzukommt auch die Frage: Wie zeigen wir unser Engagement für Innovationen? Mit beiden Fragestellungen befassen sich insbesondere die Abteilungen Marketing, PR und Vertrieb eines Unternehmens.
Eine Messe ist ein typisches Beispiel, wie man sich von langweiligen Ständen und Standard-Printmaterial abheben kann, um seinen Stand attraktiver und aufregender zu gestalten ohne den Besucher zu überfordern sondern ihn zu begeistern. Augmented- und Virtual Reality können hier als Game Changer fungieren.
Die neuen Anwendungen erweitern die knappe und teure Standfläche virtuell. Produkte und haptische Gegenstände am Stand lassen sich zum Leben erwecken und spielerisch entdecken. Informationen lassen sich in Geschichten verpacken und mit Begeisterung erzählen – auch wenn sie noch so trocken sind. Messewände, Roll-Ups und Banner werden durch AR und VR in interaktive Demo-Sessions verwandelt.
Wer an seinem Stand AR-und VR-Anwendungen anbietet und sich mit Tablet oder Google Glass auf dem Stand bewegt, dem ist ungeteilte Aufmerksamkeit sicher. Die neuesten Devices sorgen natürlich für extreme Neugier bei Besuchern. Wer noch einen zusätzlichen großen Bildschirm aufstellt, auf der die interaktive Action live übertragen wird, kann sich sicher sein, dass er begeisterte Stand-Besucher anziehen wird.
Der gesamte AR/VR-Auftritt kann ganz individuell gestaltet werden und bietet der Kreativität freien Spielraum. Es gibt bereits zahlreiche Beispiele wie man sich als Unternehmen kreativ und virtuell präsentieren kann. Das Besondere ist auch, dass man Produkte präsentieren kann, die noch gar nicht fertig produziert worden sind oder auch in Produkte hinein schaut, um das Innenleben virtuell zu sichten.

 

Einige mögliche Szenarien basieren auf folgenden Ansätzen:
• Marken positionieren ohne Produkt
• Interaktives B2B und B2C-Marketing
• Lebendige Produktkataloge
• 3D-Modelle mit Content
• Personalisierung von Content und Marken
• Virtual Try-On (Make-Up, Watches, Jewelry, Fashion, Sunglasses)
• Und natürlich many more…

 

 

PR- und Werbeagenturen haben den Trend erkannt
AR ist eine Technik zur Visualisierung und erleichtert dem Menschen die Aufnahme von Informationen und das Verstehen von Sachverhalten. Die Begeisterung, die nahezu alle Personen beim ersten Kontakt mit einer Augmented Reality Applikation empfinden, eignet sich selbstverständlich hervorragend für die Vermarktung von Produkten. Genau auf diesen WOW-Effekt gilt es sich als Unternehmen zu konzentrieren.
Das Zusammenspiel von Werbeagenturen und Augmented Reality ist spätestens ab 2016 ein Muss. Mehr und mehr Agenturen verstärken sich mit einem Werkzeug, das bislang kaum erkannte Möglichkeiten auf dem Spielfeld des Marketings bietet. Jedoch benötigen die Agenturen Spezialisten auf dem Gebiet, um ihren Kunden hochwertige und werbewirksame AR-Erlebniswelten zu bieten. AR erlaubt es, Content zu personalisieren und gleichzeitig bei den Nutzern einen Überraschungseffekt und Faszination auszulösen. Die nächste Stufe in der Verknüpfung von Kunde und Marke wird gezündet. Durch diese aufsehenerregenden und interaktiven Techniken erinnern sich die Konsumenten länger an das Marken-Erlebnis und letztlich bleiben Produkte und Dienstleistungen länger im Kopf.
Die virale Wirkung von AR lässt sich nicht in einer isolierten Marketingaktion erzeugen, sondern durch die erwiesene Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit durch zusätzliches Verbreitung „ansteckender“ Videos. Vor allem in Marketing-Kampagnen ist es möglich mit werbewirksamen und spannenden AR-und VR-Anwendungen die bunten und lauten Content liefern zu arbeiten, während im Vertrieb die Informationen rund um das Produkt im Vordergrund stehen. Aber selbst da sind die Techniken auf dem Vormarsch, um bei der Kaufentscheidung WOW-Effekte zu erzielen.

 

Augmented Reality erfolgreich im Vertrieb einsetzen
Beinahe alle Produkte heutzutage sind erklärungsbedürftig, vom Fitnessgerät bis zum automobilen Ersatzteil, und sind in der Regel nur durch konkrete, vorherige Informationen korrekt anwendbar. Die aufgewendete Zeit, die man benötigt, um die gewünschten Informationen zu erhalten (Time-to-Content), können mit einer AR-Anwendung minimiert werden. Informationen können einem Kunden schnell und aufbereitet zur Verfügung gestellt werden und je komplexer das Produkt desto hilfreicher ist die AR-Anwendung.
Ein besonders nachhaltiges Produkt-Erlebnis wird durch die Kombination von haptischem und digitalem Erlebnis geschaffen, anders als bei reiner Betrachtung des Produktes, wie beispielsweise innerhalb einer Broschüre. Mit AR können auch interaktive Aktionen in die Produkt-Erlebnisse integriert werden und eine intensivere Kommunikation rund um das Produkt fördern.
AR ermöglicht es auch, dass der Vertriebler an Orten, an denen Platzmangel besteht oder an dem sich nicht alle Produkte präsentieren lassen (Messen, Außendienst), dennoch das komplette Portfolio „dabei“ hat.
Ist der Vertriebler nicht am Verkaufsgeschehen beteiligt kann AR den Erklärungsprozess deutlich automatisieren, beschleunigen und vereinfachen. Dies wird unter anderem durch die immer weiter fortgeschrittene Trackingtechnik ermöglicht, welche es zumindest in statischen Szenarien ermöglicht, nahezu jedes Objekt zu erkennen und mit Zusatzinformationen jeglicher Art zu erweitern.
Für einen potentiellen Kunden ist es in vielen Situationen vor einem Erwerb interessant zu sehen, wie ein Produkt in einem bestimmten Umfeld positioniert werden kann, und, ob es auch optisch und stilistisch in die Umgebung passt. Applikationen für die virtuelle, räumliche Produkt-Platzierung erhöhen nicht nur den Komfort für den Kunden beim Ausprobieren der Produkte, sondern wurden vielmehr bereits mehrfach bestätigt, dass sie Vertriebserfolge mit ihrem Einsatz nachweislich unterstützen.
Ein komplett neuer, von Impulskäufen getriebener Vertriebskanal ist die Möglichkeit ein Plakat oder eine Anzeige per Smartphone zu erkennen, und das präsentierte Produkt mit nur einem Klick zu kaufen und stellt für Händler gänzlich neue Vertriebs-Optionen dar.
Auch in Branchen, in denen Produkte zum Verkauf stehen, die noch gar nicht fertig gestellt wurden (z. B. Immobilien) bietet AR und VR, Lösungen.

 

CONTENT ist KÖNIG
Bei Augmented Reality Anwendungen ist es enorm wichtig, dass die Kommunikatoren für diese Verbindung der realen Welt mit der digitalen Welt der Content brilliant sein muss und seinen Beitrag zum Markenaufbau- oder Erweiterung und dem Bekanntheitsgrad maßgeblich beiträgt.
Vor allem in Marketing-Kampagnen ist es wichtig eine exzellent ausgearbeitete Story zu erzählen, damit auch bei Experten und Presse ein bleibender und positiver Eindruck hinterlassen wird.
Der Erfolg von AR inspirierte viele Marken dazu, interaktive Below-the-line-Maßnahmen mit AR in ihren Kommunikationsmix zu integrieren. AR wird das digitale Marketing weiter entwickeln und wirkungsvoller machen.

 

Wir hoffen, dass der kurze Überblick schon mal ein paar Insights in die Materie der unbekannten Realitäten geben konnte. Bei Fragen stehen wir sehr gerne zur Verfügung.
Stay tuned for more information.

 

 


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